openEduSuite ist Preisträger des Ideenwettbewerbs Digitale Souveränität
Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) hat die Preisträger seines Ideenwettbewerbs Digitale Souveränität bekanntgegeben, und openEduSuite gehört zu den drei ausgezeichneten Projekten. Insgesamt 19 Einreichungen aus dem DACH-Raum waren gekommen, von der Projektskizze bis zum laufenden Großvorhaben. Neben openEduSuite überzeugte die Jury vor allem zwei weitere Projekte: der Innovationsraum für generative KI am Karlsruher Institut für Technologie (GenAI@KIT) und LLMduckt der Technischen Universität Graz.
Der Wettbewerb
Ende Juli 2026 hatte das HFD Hochschul-Projektgruppen eingeladen, laufende oder konkret geplante Vorhaben zur Digitalen Souveränität einzureichen: von Open Source und Data Governance über souveräne Cloud bis zu KI-Infrastruktur und digitalen Identitäten. Die Einreichungsfrist endete am 31. August, im September prüfte eine unabhängige Jury die Vorschläge, Anfang Oktober standen die Preisträger fest.
Die Förderung ist bewusst ideell und personell ausgerichtet, nicht finanziell: Das HFD bringt die ausgezeichneten Projekte mit Partnern aus seinem Netzwerk zusammen, damit sich gute Ideen skalieren und an weiteren Hochschulen einsetzen lassen; ergänzt durch Sichtbarkeit über die HFD-Kanäle und Teilnahme an HFD-Formaten.
Was die Jury über openEduSuite sagt
„Genau das, was als Grundlage gebraucht wird. Endlich eine Infrastruktur für deutsche Hochschulen!"
— Jury des HFD-Ideenwettbewerbs
Genau darum geht es openEduSuite: ein modulares, Kubernetes-natives Ökosystem, das Bildungsdienste als austauschbare Komponenten bereitstellt. Jeder Dienst lässt sich einzeln ersetzen oder ergänzen, ohne die Plattform als Ganzes zu ändern. Kein Lock-in bei einem Großanbieter, keine monolithische All-in-one-Suite, sondern eine Grundlage, die Hochschulen in eigener Hoheit betreiben, anpassen und weiterentwickeln können. Wie das im Einzelnen aussieht, beschreiben die Systemarchitektur-Übersicht und der Artikel Gewinnen Sie Ihre Digitale Souveränität zurück.
Die Mitpreisträger
- GenAI@KIT (Innovationsraum für generative KI am Karlsruher Institut für Technologie): ein Entwicklungsrahmen für den kompetenten und verantwortungsvollen Einsatz generativer KI: von der technologischen Infrastruktur bis zu praxisnahen Anwendungen, mit besonderem Blick auf Menschen ohne Vorkenntnisse.
- LLMduckt (Technische Universität Graz): Zugänge zu KI-Sprachmodellen für die Lehre: Chatoberflächen und pro Person verteilte API-Schlüssel. Lehrende wählen die Modelle, das Lehrsystem verteilt die Schlüssel an den Kurs. Die Perspektive der Veröffentlichung als Open Source nennt die Jury ausdrücklich als Bonus.
Alle drei Projekte zeigen, wie breit das Spektrum digitaler Souveränität inzwischen ist: von der Infrastrukturbasis über KI-Dienste bis zur Lehrintegration.
Was jetzt kommt
Die Auszeichnung ist ein Anfang, kein Abschluss. Das HFD wird die Siegerprojekte mit Partnern aus seinem Netzwerk zusammenbringen; das prämierte Vorhaben wird an einer passenden Hochschule oder in einem Hochschulverbund praxisnah skaliert. Für openEduSuite heißt das: der Austausch mit Einrichtungen, die eine souveräne Bildungsinfrastruktur aufbauen wollen, als Grundlage zum Übernehmen, Anpassen und Mitgestalten.
Gerade deshalb sind Rückmeldungen aus der Hochschulpraxis jetzt besonders wertvoll:
- Bedarfe einbringen: Im Fokusgruppen-Fragebogen (10–15 Minuten) können Beschäftigte angeben, welche Dienste ihre Hochschule in Lehre, Forschung, Verwaltung und Bibliothek wirklich braucht.
- Betriebssicht einbringen: Der DevSecOps-Fragebogen (etwa 10 Minuten) erhebt Fähigkeiten und Anforderungen aus IT-Betrieb, Entwicklung und Sicherheit.
- Mitbauen: Die Architektur ist offen dokumentiert; wer Dienste ergänzen, ersetzen oder eine Instanz aufbauen möchte, findet in der Architektur-Übersicht den Einstieg.
Die Ergebnisse aus beiden Fragebögen fließen direkt in die Weiterentwicklung der Suite ein.
Auszeichnungen sind kein Selbstzweck; sie bestätigen eine Richtung: Infrastruktur, die den Hochschulen gehört.
Markenhinweis: Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) ist eine Initiative von Stifterverband, CHE und HRK. GenAI@KIT, LLMduckt, Kubernetes und alle anderen Produkt- und Projektnamen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber. Dieser Artikel ist unabhängig und steht in keiner Verbindung zu diesen Projekten noch wird er von ihnen unterstützt.